Ingrid Gerstbach

 
 
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Es gibt einen Moment in Organisationen, in dem Sie mich brauchen: wenn Kompetenz vorhanden ist, Engagement spürbar und dennoch Entscheidungen ausbleiben. Wenn Verantwortung diffundiert, Rollen unklar werden und gut gemeinte Konzepte nicht mehr tragen. Ich werde nicht geholt, um zu inspirieren, sondern um Orientierung zu ermöglichen und Entscheidungsfähigkeit wiederherzustellen.

Mein Name ist Ingrid Gerstbach. Ich arbeite mit Organisationen, wenn Klarheit fehlt, obwohl Wissen vorhanden ist.

Was mich interessiert, ist nicht, wie viel Energie im Raum ist, sondern wo sie versickert. Nicht, wie engagiert Menschen sind, sondern warum Verantwortung nicht wirksam wird. Ich zerlege komplexe Lagen so, dass Entscheidungen wieder möglich werden, auch unter Zeitdruck, Unsicherheit und widersprüchlichen Interessen.

Mein fachlicher Hintergrund liegt in Wirtschafts- und Bildungswissenschaften sowie Wirtschaftspsychologie. Viele Jahre habe ich mit Design Thinking gearbeitet, Methoden entwickelt, Bücher geschrieben und Organisationen durch Innovationsprozesse begleitet. Heute nutze ich dieses Wissen selektiv und zwar nicht als Werkzeugkasten, sondern als Denkrahmen. Methoden interessieren mich nur dort, wo sie Klarheit schaffen.

In Vorträgen, Interventionen und fokussierten Arbeitsformaten öffne ich Räume, in denen unbequeme Einsichten möglich sind, ohne zu überfordern. Nicht durch Zuspitzung um der Wirkung willen, sondern durch präzise Sprache, klare Strukturen und eine Haltung, die Ambivalenz aushält.

Seit 2010 arbeite ich international mit Organisationen zu Fragen von Entscheidungsfähigkeit, Verantwortung und psychologischen Blockaden in komplexen Systemen. Öffentliche Sichtbarkeit ist für mich kein Selbstzweck, sondern das Ergebnis einer langjährigen Auseinandersetzung mit der Frage, wie Organisationen unter Unsicherheit handlungsfähig bleiben.

Ich habe zwölf Bücher geschrieben (mehrfach ausgezeichnet, ins Chinesische übersetzt), bin dreifache LinkedIn-Top-Voice und werde als Design-Thinking-Expertin im deutschsprachigen Raum wahrgenommen. Meine Arbeiten erscheinen u.a. in Die Zeit, TREND und Business Insider.

Was mich antreibt, ist kein Optimismus um jeden Preis, sondern die Überzeugung, dass Klarheit entlastet. Dass gute Entscheidungen nicht perfekt sein müssen, aber verorten. Und dass Vertrauen nicht dort entsteht, wo jemand vorgibt, alles im Griff zu haben, sondern dort, wo jemand präzise benennen kann, was nicht lösbar ist. Diese Form von Begrenzung schafft paradoxerweise Sicherheit. Genau dort setze ich an.